Dresden l Manche Menschen haben einen ganz, ganz speziellen Humor: Ein ehemaliger SED-Propagandist hatte vom Petitionsausschuss des sächsischen Landtages tatsächlich gefordert, seinen Propaganda-Abschluss der Parteihochschule als bundesdeutschen Fachschul-Abschluss anzuerkennen. Das hatte allerdings das Kultusministerium schon 2003 abgelehnt. Der Petitionsausschuss bestätigte diese Entscheidung jetzt.

Vermutlich war das Ansinnen des Mannes doch weniger von Humor getrieben denn von einer unfassbaren Dreistigkeit. Er hatte sich diesen speziellen, an das Vorhandensein einer Diktatur gekoppelten Job damals schließlich mit großer Wahrscheinlichkeit selbst ausgesucht.

Wie wär's mit Nordkorea?

Und doch ist er damit heute gar nicht chancenlos, global gesehen. Eifrige Fahnenträger werden in Strukturen mit totalitärem Anspruch sicher immer gebraucht.

Kleiner Karriere-Tipp: Einfach mal eine Bewerbung nach Pjöngjang schicken - dann klappts auch mit dem Propagandisten-Job.