Hamburg l Man stelle sich einen Spaziergang an der Hamburger Elbphilharmonie vor. Was ist das? Eine lauthals singende Menschenmenge ist zu vernehmen, dazu schräge Musikfetzen eines Orchesters. Alle gemeinsam würdigen lauthals das Leben „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“. Nein, es ist nicht der falsche Stadtteil. Es ist Tonausfall!

Auch die ehrwürdige Elbphilharmonie, wohl eines der technisch am besten ausgestatteten Konzerthäuser weltweit, bleibt nicht von Pannen verschont. Das Publikum musste dies am Donnerstagabend bei einer Liederabend-Gala zunächst leidvoll und dann wohl zunehmend amüsiert erfahren. Die Tonanlage versagte. Volker Lechtenbrink bewegte stumm die Lippen, auch bei Gitte Haenning gab es keine Beschallung. Notpause. Hektik hinter den Kulissen. Aber wenn Hamburger schon mal zusammensitzen, ist der alte Gassenhauer von der berühmten Vergnügungsmeile nicht weit. Richtig gemütlich geschunkelt wurde – bis zum Abbruch des Konzertabends um 22.45 Uhr. Und wohin zog dann die Gästeschar überwiegend? Ja, richtig.