Köln l Eine wirklich plausible Erklärung, wie Böller-Verbot mit Corona zu begründen ist, konnte bislang nicht geliefert werden. Aber darum geht es hier nur am Rande. Viel spannender ist doch die Alternative zum klassischen Silvesterfeuerwerk, die die Stadt Köln jetzt allen Ernstes über ihre Internet- und Social Media-Kanäle unter dem Hashtag #silvesterfenster propagiert.

Diese Silvesterböllerei 2.0, von den Erfindern auch als „größtes Lichtfeuerwerk der Welt“ bejubelt, funktioniert so: Erstens: Alle 1 032 000 Kölner sollen ihre Fenster bunt bemalen oder bekleben. Zweitens: am 31.12. um null Uhr soll sich jeder Kölner an einem Lichtschalter in seiner Wohnung postieren - und diesen exakt fünf Minuten lang frenetisch ein- und ausschalten. Wow.

Ganz schön crazy, diese Rheinländer, stets dem Frohsinn zugeneigt. Wär doch auch ein prima-Karnevals-Ersatz (fällt ja ziemlich sicher auch Corona zum Opfer): Alle Kölner stellen sich, wie Silvester gelernt, ab Mitte Januar bis Aschermittwoch an ihre Lichtschalter und knipsen unentwegt. Alaaf!