Linz l Fachkräfte sind rar. Nicht nur in Deutschland. Auch in Österreich freut man sich deshalb über jeden interessierten Quereinsteiger. Außer vielleicht in diesem einen Fall: Der Mann hatte sich an der Justizwachschule Linz für eine Ausbildung zum Vollzugsbeamten beworben. Bei der Einstellungsprüfung muss er einen sehr ordentlichen Eindruck gemacht haben, weshalb er auch mit Handkuss genommen wurde. Erst nach einiger Zeit kam raus: Der Bewerber kennt sich wirklich gut aus mit Gefängnissen. Er hatte bereits eine Art, ähm, Praktikum absolviert, sogar zwei Jahre lang.

Als Häftling in einem deutschen Knast. Dass er dies in seiner Bewerbung verschwiegen hatte, ist ja auch irgendwie plausibel. Dass die österreichischen Behörden bei der Überprüfung der Angaben nichts gemerkt haben, ist hingegen peinlich.

Schließlich hat ein Bekannter den angehenden Knastwärter verpfiffen. Der kam für seinen Bewerbungs-Betrug übrigens ausdrücklich nicht hinter Gitter, sondern wurde nur gefeuert.