Berlin/Hamburg l Journalisten, die nach einem Meisterwerk streben, müssen in die Tiefe gehen. Diesen eigentlich auf Rechercheaufwand bezogenen Grundsatz nehmen zwei Vertreter ihrer Zunft, ein Berliner und ein Hamburger, sehr wörtlich: Sie berichten bald live aus dem Inneren einer Milchkuh.

Da die beiden schon allein aus anatomischen Gründen nicht persönlich vor Ort sein können, schicken sie kompatiblere Vertreter: Sensoren, die über die Reiseroute Speiseröhre zum Rechercheort gelangen. Die messen ab 4. September bei drei Tieren von unterschiedlichen Bauernhöfen – Bio, Industrie und familiengeführt – rund um die Uhr, was im Inneren des Rindes vorgeht: wann es frisst, wie viel Milch es gibt, wie‘s so mit der Verdauung läuft. All die Daten übertragen die Kuh-nalisten in Echtzeit auf einer Internetseite mit dem heldenhaften Namen "Superkuehe.de". Zudem wird mit den Infos ein künstlicher Chat bespielt, sodass jedermann mit dem Milchvieh plaudern kann.

Dem Vernehmen nach noch nicht geklärt, ist die Altersgrenze für Details rund um die Besamung.