Wittstock (dpa) l Diese DDR-Simson-Maschine war einfach zu schnell: Im Norden Brandenburgs bei Wittstock hat die Polizei am Wochenende einen Mopedfahrer gestoppt, der mit erstaunlichen 100 Kilometern pro Stunde unterwegs war.

Wie eine Polizeisprecherin am Montag erklärte, sind solche Maschinen – eine Simson S 51 – eigentlich nur für 60 km/h gebaut gewesen. Das Moped des 19-Jährigen sei aber dermaßen "frisiert", dass dieser zunächst mit einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde fliehen konnte – aber dann doch gefasst wurde.

Ergebnis: Das Krad war sehr aufwendig umgebaut und weder versichert, noch zugelassen. Ein Sachverständiger soll nun bewerten, ob die S 51 überhaupt noch als "Moped" eingestuft werden kann. Und gegen den 19-Jährigen werde ermittelt. Die S 51-Mopeds wurden in Suhl von 1980 bis 1989 gebaut.

 

Echte Simson-Experten

Mit rechten Dingen und klar nach Gesetz geht es bei den echten Simson-Experten im Norden Sachsen-Anhalts zu. In die Mopedklinik der Familie Lemme in Salzwedel kommen viele Fahrer, wenn sie mit ihren Maschinen ein Problem habe. Senior-Chef Ulrich Lemme ist gewissermaßen eine Koryphäe für die Krafträder aus Suhl.

Auch im MZ-Laden von Gabor Pirntke und Rocco Höpfner in der Berlin schlägt das Schrauber-Herz definitiv höher. Soweit das Auge reicht, liefert der rustikale Werkstatthof wertwolle Ost-Schätze, wie Rollerteile, Fahrwerke, Verkleidungen oder Karosserieteile von Motorrollern, die teilweise mehr als 40 Jahre alt sind.