Neu Delhi (dpa) l Blitze haben in Indien am Donnerstag zahlreiche Menschen getötet. Nach einem schweren Unwetter mit mehreren Einschlägen gehen die Behörden von mindestens 104 Toten aus.

Etliche weitere Leute wurden verletzt, etwa weil schnelle Winde und heftiger Regen Bäume und Elektrizitätsmasten umriss sowie einfach gebaute Häuser zerstörte, wie es von den Katastrophenschutzbehörden der zwei betroffenen Bundesstaaten Bihar und Uttar Pradesh hieß. 

Bei den Opfern handele es sich hauptsächlich um Bauern und Obdachlose, die sich zur Zeit des Sturms draußen befunden hätten. Das Unwetter war Teil des beginnenden Monsuns in Nordindien.

Monsunzeit von Juni bis September

Die Monsunzeit dauert in Südasien gewöhnlich von Juni bis September. Zwar ist der Regen für die Landwirtschaft lebenswichtig, er richtet aber auch immer wieder großen Schaden an.

Dazu gehören Blitzeinschläge – wobei immer wieder Dutzende Menschen sterben. So viele wie jetzt seien aber an einem einzigen Tag im Bundesstaat Bihar schon Jahre nicht mehr gestorben, sagte ein Mitarbeiter des dortigen Katastrophenschutzes.

Bihar gehört zu den ärmsten Bundesstaaten Indiens. In den kommenden Tagen soll es im Land weitere starke Stürme geben.