Halle/Nürnberg (dpa) l 2,744 Millionen Männer und Frauen waren im April ohne Arbeit – das waren 101.000 weniger als im März und 99.000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 6,3 Prozent.

Experten hatten mit einem deutlich schwächeren Rückgang gerechnet, weil der Winter ungewöhnlich warm war und viele witterungsabhängige Branchen wie etwa die Bauwirtschaft in der kalten Jahreszeit weniger Mitarbeiter als sonst entlassen hatten.

In Sachsen-Anhalt ist die Erwerbslosenquote im April wieder unter die Marke von 10 Prozent gesunken. Sie lag bei 9,9 Prozent nach 10,4 Prozent im März und 10,3 Prozent im April vorigen Jahres. Demnach suchten zwischen Arendsee und Zeitz 114.555 Menschen einen Job. Das waren gut 6600 weniger als im März und rund 6500 weniger als vor einem Jahr.

Der Chef der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Markus Behrens, sprach von guten Nachrichten. „Die Frühjahrsbelebung hat sich auch im April fortgesetzt.“ So habe es mehr neu gemeldete Stellen gegeben: Im April waren es gut 5418 nach 915 im März und 262 im Vorjahresmonat.

Aktuell bieten die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Sachsen-Anhalt 16.600 freie Stellen an. Rund 8500 Ausländer waren im April arbeitslos gemeldet, 3000 mehr als im Jahr zuvor. Die stärksten Zugänge gibt es bei Flüchtlingen aus Syrien. Aktuell verkrafte der Arbeitsmarkt dies aber gut, hieß es.