Infos zur Internationalen Funkausstellung

Ort & Öffnungszeiten:

2. bis 7. September

10 bis 18 Uhr

Messegelände Berlin

Ticketpreise:

Tageskarte: 17 Euro (12 Euro im Vorverkauf)

Studenten/Lehrlinge: 13 Euro

Schüler: 9 Euro

Familienkarte: 35 Euro (2 Erwachsene, 3 Kinder)

Happy-Hour-Ticket: 13 Euro (ab 14 Uhr)

Berlin l Ein Leben ohne Fernseher? Für viele Deutsche undenkbar, belegt jüngst der Freizeitmonitor der Stiftung für Zukunftsfragen. Von 100 Befragten nutzen 97 mindestens einmal wöchentlich das Fernsehen – das gilt für Jugendliche wie für Paare und Ruheständler. Täglich sind es immerhin 67 der Befragten. Und das dauert bis zu 223 Minuten (Stand: 2015), zeigt eine Statistik der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung. Zum Vergleich: 20 Jahre zuvor saß ein Zuschauer in Deutschland täglich nur 175 Minuten vor dem Fernseher.

Für die Gerätehersteller ist das ein gefundenes Fressen: So sind im ersten Halbjahr 2016 bereits mehr als 3,3 Millionen Fernseher in Deutschland verkauft worden, vermerkt ein Marktindex des Branchenverbandes, der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (GFU). Und der Trend in den Haushalten geht nicht mehr zum Zweitgerät, sondern zum Dritt- und Viertfernseher. Obendrein sind die Konsumenten offenbar bereit, mehr Geld für den Wunschfernseher auszugeben: Waren es im ersten Halbjahr 2015 durchschnittlich noch 560 Euro pro Gerät, sind es im ersten Halbjahr 2016 bereits 578 Euro – den Herstellern bescherte das ein Umsatzplus von 4,1 Prozent.

Kein Wunder also, dass auf Messen wie der Internationalen Funkausstellung, die am 2. September in Berlin eröffnet wird, Fernseher zu den Flaggschiffen gehören. Im Trend bleiben: die auch unter der Abkürzung 4K bekannten UHD-Geräte und Smart TVs – erstere aufgrund hoher Auflösung und brillanter Farbwiedergabe, letztere durch die Anbindung ans Internet und damit den Zugriff auf Mediatheken und Streaming-Dienste, die Inhalte abseits vom klassischen Programmfernsehen bieten. Hier bleibt noch Luft nach oben.

Der Wandel des Fernsehers

Berlin (mh) l Mehr als drei Millionen Fernseher sind in Deutschland im ersten Halbjahr 2016 verkauft worden. Die neusten Modelle sind jedes Jahr auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin zu sehen. Diese Bildstrecke zeigt den Wandel des Fernsehers.

  • Ein Fernseher aus dem Jahr 1954 - gebaut mit einer Oszillographenbildröhre von Peter Rentsch aus Leipzig. Foto: Wolfgang Kluge/ZB/dpa

    Ein Fernseher aus dem Jahr 1954 - gebaut mit einer Oszillographenbildröhre von Peter Rentsch...

  • Den Fernseher

    Den Fernseher "Rembrandt" aus dem Jahr 1956 - zu sehen bei einer Ausstellung 1997. Foto: dpa

  • Ein Fernseher vom Typ

    Ein Fernseher vom Typ "Iris", der 1957 in Staßfurt gefertigt wurde, aufgenommen im Jahr 2004...

  • Eine Frau hält den im Jahr 1963 nach Herstellerangaben kleinsten Fernseher der Welt in Händen (aufgenommen im März 1963). Das Transistorgerät hat einen Durchmesser von nur 12,5 Zentimeter und kostete mit Zubehör rund 1500 Mark. Foto: Koll/dpa

    Eine Frau hält den im Jahr 1963 nach Herstellerangaben kleinsten Fernseher der Welt in H...

  • Ein Fernseher vom Typ

    Ein Fernseher vom Typ "Forum Super 6" aus dem Jahre 1964 (aufgenommen 2001). Foto: Patrick Pleul/dpa

  • Links im Bild ein

    Links im Bild ein "Color 20" aus DDR-Produktion (aufgenommen 2002). Diese Farbfernseher wurden ab...

  • Dieser Flachbildfernseher hatte 1996 Weltpremiere. Das Modell von Philips war einer der ersten, die sich an die Wand hängen ließen und weniger als zehn Zentimeter tief waren. Der Fernseher sollte ein Jahr später in den Handel kommen - zum stolzen Preis von rund 20.000 Mark. Foto: WolfgangWeihs/dpa

    Dieser Flachbildfernseher hatte 1996 Weltpremiere. Das Modell von Philips war einer der ersten, d...

  • Dieser 42-Zoll-Flachbildschirm mit Farbplasmatechnologie von Fujitsu ging 1996 in Serienreife. Das Display hatte eine Tiefe von nur 65 Millimetern. Foto: Frank Mächler/dpa

    Dieser 42-Zoll-Flachbildschirm mit Farbplasmatechnologie von Fujitsu ging 1996 in Serienreife. Da...

  • Fernsehr der Marke Grundig im Jahr 1997. Foto: Claus Felix/dpa

    Fernsehr der Marke Grundig im Jahr 1997. Foto: Claus Felix/dpa

  • Ein Smart TV aus dem Jahr 1997: Dieses Gerät des Herstellers Loewe konnte auf der Internationalen Funkausstellung eingehende E-Mails einblenden. Foto: Andreas Altwein/dpa

    Ein Smart TV aus dem Jahr 1997: Dieses Gerät des Herstellers Loewe konnte auf der Internatio...

  • Ein TechniSat-Fernseher aus dem Jahr 2001. TechniSat in Staßfurt ist Nachfolger von RFT. Foto: Peter Förster/dpa

    Ein TechniSat-Fernseher aus dem Jahr 2001. TechniSat in Staßfurt ist Nachfolger von RFT. Fot...

  • Ein Fernseher aus dem Jahr 2013 auf der Internationalen Funkausstellung des gleichen Jahres. Foto: Henning Kaiser/dpa

    Ein Fernseher aus dem Jahr 2013 auf der Internationalen Funkausstellung des gleichen Jahres. Foto...

Zwar gab es in deutschen Haushalten im Juli 2015 bereits 18 Millionen Smart TV. Doch erst 53 Prozent sind tatsächlich ans Internet angebunden, ergab eine GFU-Studie unter 1000 Deutschen. Zum Vergleich: In Großbritannien waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 84 Prozent. Während 51 Prozent der deutsche Smart-TV-Besitzer erklärten, kein Interesse an Online-TV zu haben, machen sich 18 Prozent Sorgen um einen möglichen Datenmissbrauch.

Entscheidend ist aber auch die Handhabung: 19 Prozent der Smart-TV-Besitzer finden es zu kompliziert, die Geräte anzuschließen; 16 Prozent haben eigenen Angaben zufolge Schwierigkeiten, die Fernseher richtig zu bedienen.

Diese Erkenntnis reift langsam auch bei den Geräteherstellern: Samsung etwa setzt auf Fernbedienungen, die nicht nur deutlich weniger Tasten haben, sondern gänzlich auf Zifferntasten verzichten. Programme wählen oder eine PIN eingeben, soll via Smart Hub funktionieren – ein System mit Bildschirmtastatur.

Die Wünsche der Verbraucher gehen aber deutlich weiter: Einer Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) zufolge, wünschen sich bereits 30 Prozent der Fernsehnutzer ab 14 Jahren eine Sprachsteuerung, 25 Prozent würden die Geräte am liebsten per Smartphone oder Tablet bedienen.