Leipzig (dpa) l Die regionale Herkunft von Lebensmitteln finden Verbraucher aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen immer wichtiger. Das ergab die 10. Mitteldeutsche Markenstudie, die am Donnerstag in Leipzig vorgestellt wurde. Für 55 Prozent der Einkäufer ist es wichtig, dass die Produkte aus der Region kommen. Fünf Jahre zuvor waren es nur 34 Prozent der Befragten in den drei Ländern. Werbeexperten des MDR und das Erfurter Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung (IMK) befragten 3000 Verbraucher in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie 1500 Verbraucher in Gesamtdeutschland zu etwa 70 Marken und ihrem Einkaufsverhalten.

Neben der Regionalität der Produkte trägt aber auch der Preis zur Entscheidung bei, wo eingekauft wird. "Das wichtigste Argument ist die Nähe zur Arbeitsstätte oder zum Wohnort und der Preis", sagte Reinhard Hild, Chef der Verkauf-Kommunikation von MDR-Werbung.

Die mitteldeutschen Einkäufer zeigten sich demnach etwas umweltbewusster als andere: So gaben nur je 2 Prozent der Befragten an, im Markt Plastik- oder Papiertüten zu kaufen anstatt eigene Taschen, Kisten und Körbe zu benutzen. Bundesweit bekannten sich dagegen 4 Prozent der Befragten zur Plastiktüte, 3 Prozent zu Papiertüten.

Durchschnittlich dauert der Studie zufolge der Einkauf in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen 37 Minuten, in Gesamtdeutschland sind es 34 Minuten. Die Zeit unterscheidet sich je nach Art des Supermarkts: Für den Einkauf im Discounter um die Ecke müssen die Deutschen im Schnitt 31 Minuten einplanen, im großen Einkaufsmarkt auf der grünen Wiese dagegen 50 Minuten.

Die entsprechenden Fragen zur Studie lauteten: "Wenn ich eine Marke aus diesem Segment kaufe, dann immer oder meistens diese" - "Sie lesen im Folgenden einige Aussagen, die auf Sie persönlich mehr oder weniger zutreffen können. Bitte kreuzen Sie bei jeder Aussage an, inwieweit diese auf Sie persönlich zutrifft. – Ich lege Wert auf regionale Lebensmittel"