Leuna/Bad Lauchstädt (dpa) l Im Rennen um eine Millionenförderung für Wasserstoff-Forschungsprojekte haben sich zwei Ideen aus Sachsen-Anhalt durchgesetzt. Sowohl der Energiepark Bad Lauchstädt als auch ein Projekt namens "Green Hydro Chem" wurden als eines von bundesweit 20 sogenannten Reallaboren ausgewählt. Das teilten die Wirtschaftsministerien von Bund und Land am Donnerstag mit. Der Bund stellt insgesamt rund 100 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, um die Chancen von Wasserstoff als klimafreundlichem Energiespeicher der Zukunft im großen Maßstab zu erproben.

In Leuna soll mit einer Großanlage die Erzeugung von Wasserstoff getestet werden. In Bad Lauchstädt geht es neben der Erzeugung auch um die Speicherung des Gases in unterirdischen Kavernen. Beide Projekte liegen im Süden Sachsen-Anhalts. Der Landstrich ist vom geplanten Ausstieg aus der klimaschädlichen Braunkohle im Jahr 2038 betroffen. Ein Ziel der Landesregierung ist es, Modellregion für den Energieträger Wasserstoff zu werden.