Berlin l Seit dem vergangenen Sommer hatte sich der Wert der Kryptowährung Bitcoin mehr als verdreifacht. Besonders groß ist das Glück aber für diejenigen, die von Beginn an investiert haben: Damals wurde die Kryptowährung zu wenigen Cent gehandelt, im Verlauf des ersten Jahres noch für wenige Dollar.

Vermutlich aus dieser Anfangszeig dürfte auch das Bitcoin-Vermögen des deutschen Programmierers Stefan Thomas stammen: Insgesamt 7.002 Bitcoins hatte er laut eines Berichtes auf t-online.de angesammelt – zum derzeitigen Kurs von 34.793,60 US-Dollar wäre das ein Vermögen von 243 Millionen US-Dollar (199 Millionen Euro).

Der  Programmierer besitzt demnach quasi ein Vermögen – kommt allerdings nicht an das Geld. Bitcoin werden nicht von einer Bank oder einem Institut verwaltet, sondern werden in sogenannten Wallets gespeichert – und sind dort meist auch gut verschlüsselt. Kommt der Zugangscode in die falschen Hände, sind die Bitcoin weg.

Passwort verzweifelt gesucht

Die gute Nachricht: Thomas kaufte sich einen sicheren USB-Stick und speicherte seine Bitcoins. Die schlechte Nachricht: Es ist ein Passwort erforderlich - und das fällt Stefan Thomas nicht mehr ein. Der Zettel, auf dem er das Passwort notiert hatte, sei Berichten zufolge seit Jahren weg. Je nach Einstellung wird der Stick bei einer Eingabe von zu vielen falschen Passwörtern dauerhaft gesperrt, formatiert oder elektrisch zerstört.

Auch vergangene Passwörter hätten nicht funktioniert. Jetzt sind nur noch zwei Versuche übrig. Selbst der Hersteller des USB-Sticks IronKey könne ihm nicht helfen, an den Zugangscode zu gelangen. Mittlerweile habe er den Schlüssel an einem sicheren Ort untergebracht, versucht nicht mehr daran zu denken. Das muss er auch nicht zwingend: Laut eigener Aussage habe Stefan Thomas noch genügend andere Bitcoin, die nicht derartig verschlüsselt seien.