Halle l Auf einem 13 Hektar großen Areal im „Star Park Halle" sollen ab Mitte 2021 Karosserieteile gefertigt werden. Das teilte das sachsen-anhaltische Wirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Die Unternehmen wollen nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Euro investieren und zunächst 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Das Wirtschaftsministerium fördert die Ansiedlung mit 7,5 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Baubeginn für das Presswerk ist in der zweiten Hälfte dieses Jahres.

Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) sagte: „Die Ansiedlung ist ein Hauptgewinn für Halle und für den Automobilstandort Sachsen-Anhalt insgesamt. Sie zeigt, wie wettbewerbsfähig und attraktiv der Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt auch für internationale Großkonzerne ist."

"Krönender Abschluss"

„Das ist der krönende Abschluss unserer Ansiedlungserfolge im Star Park", sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand. „Die Stadt hat sich im mitteldeutschen Standort-Wettbewerb durchgesetzt und mit schnellen Genehmigungen und zentralen Ansprechpartnern gepunktet." Im „Star Park" seien seit 2014 zehn Groß-Ansiedlungen realisiert worden. Diese seien mit der Schaffung von rund 3500 Arbeitsplätzen in den Bereichen Metallverarbeitung, Lebensmittelindustrie und Logistik verbunden, darunter der Automobilzulieferer Schaeffler oder die Online-Versandhändler Zalando und home24.

Laut Wirtschaftsministerium hat das Land im vorigen Jahr 102 Investitionen von Unternehmen im Gesamtvolumen von rund 867 Millionen Euro unterstützt – dadurch wurden knapp 1300 Arbeitsplätze neu geschaffen und weitere 2860 gesichert. Diese Vorhaben wurden mit insgesamt 68,7 Millionen Euro gefördert. Die größten 2018 geförderten Ansiedlungen waren die neue Papierfabrik der Progroup AG in Sandersdorf-Brehna (Investitionsvolumen: 376,1 Millionen Euro), das neue Werk der Brezelbäckerei Ditsch in Oranienbaum-Wörlitz (45 Millionen Euro) und das Logistikzentrum des Online-Möbelhändlers home24 in Halle (41,8 Millionen Euro).

Erweiterung des Leipziger Werks

Porsche hat gerade mit der fünften Erweiterung seines Werks in Leipzig begonnen. Dort soll in einigen Jahren die neue Generation des kleinen Geländewagens Macan mit Elektroantrieb vom Band rollen. Dafür investiert der Autobauer mehr als 600 Millionen Euro.

Im vorigen Jahr haben bei Porsche hohe Kosten – unter anderem für den Einstieg in die Produktion von Elektroautos – etwas auf die Profitabilität gedrückt. Der Stuttgarter Sportwagenbauer wuchs aber weiter kräftig. Der Umsatz der Porsche AG stieg um fast zehn Prozent auf knapp 25,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis – der Gewinn vor Zinsen und Steuern also – legte um 3,5 Prozent auf knapp 4,3 Milliarden Euro zu. Weltweit lieferte Porsche 2018 rund 256 000 Autos aus, vier Prozent mehr als 2017. Fast jedes dritte Fahrzeug geht inzwischen nach China.