Dresden (dpa) l Es geht voran: Ein Jahr nach dem Start der neuen Online-Plattform für die Gründerzene in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ziehen die Betreiber eine positive Bilanz. Die Nutzerzahlen haben sich seit dem Beginn verdreifacht, wie Katrin Schomaker von der Metropolregion Mitteldeutschland Management der Deutschen Presse-Agentur erklärte.

Aktuell habe die Website 3000 Besucher (Unique Visitors) pro Monat – in der Datenbank seien 36 Neugründungen eingetragen. "Künftig wollen wir auch einen Projektpartner aus Thüringen an Bord holen", erklärte Schomaker weiter. Das Ziel der Plattform sei, Start-ups besser mit Investoren und Partnern aus der Politik zu vernetzen.

Ansprechpartner für Gründer

In der Metropolregion Mitteldeutschland engagieren sich neben Städten und Landkreisen, Kammern und Hochschulen Unternehmen. Auch für 2018 gibt es bereits Pläne: So soll es künftig für Gründer möglich sein, über die Website, Ansprechpartner für Co-Working-Spaces, rechtliche Beratung oder Technologie- und Gründerzentren zu finden.

Die Zahl der Existenzgründungen geht laut den Zahlen des aktuellsten Gründungsmonitors der KfW-Bank von 2017 weiter zurück: 2016 haben sich danach bundesweit 672 000 Menschen selbstständig gemacht. Das sind 91 000 weniger als 2015.

Schlusslichter

Thüringen und Sachsen-Anhalt liegen im bundesweiten Vergleich auf den drei letzten Plätzen: In Sachsen-Anhalt kamen von 2014 bis 2016 im Jahresschnitt auf 10 000 Einwohner zwischen 18 und 64 Jahren 76 Gründungen. Zum Vergleich: In Thüringen waren es 118. Sachsen liegt mit 147 Gründungen auf Rang sieben. Beim Spitzenreiter Hamburg lag der Wert bei 253.