Magdeburg (dpa) l Die meisten Exporte gingen nach Polen, Großbritannien, in die Tschechische Republik sowie nach Österreich und Frankreich. Mit einem Plus von rund 1,5 Prozent im Vergleich zu 2018 sei Sachsen-Anhalts Exportwirtschaft deutlich stärker gewachsen als der Bundesdurchschnitt mit 0,8 Prozent, teilte das Wirtschaftsministerium am Sonntag in Magdeburg mit. Den Angaben zufolge ging der Großteil der Ausfuhren (77,6 Prozent) in Länder Europas, gefolgt von Asien und Amerika. Vor allem chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, Kunststoffe und Autoteile seien im Vorjahr exportiert worden.

Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) erklärte, trotz Unsicherheit wegen des Brexit, Handelskonflikten und internationaler Spannungen habe Sachsen-Anhalts Wirtschaft ihre internationalen Marktanteile ausbauen können. Hingegen sanken 2019 die Lieferungen aus dem Ausland nach Sachsen-Anhalt um 5,6 Prozent auf rund 18 Milliarden Euro im Vergleich zu 2018. Bezogen wurden überwiegend Waren aus Europa (rund 82 Prozent), aus Asien und Amerika.

Die meisten Importe stammten aus der Russischen Föderation die vor allem Erdöl und Erdgas nach Sachsen-Anhalt lieferte. Zudem wurden chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, Kupfer und Kupferlegierungen in das Bundesland geliefert. Nach den Niederlanden auf Platz zwei war China der drittgrößte Lieferant, mit einem Warenwert von rund 1,5 Milliarden Euro.