Leipzig/Erfurt (dpa) l Rund 120 Sicherheitsmitarbeiter der Flughäfen in Leipzig/Halle, Dresden und Erfurt-Weimar haben sich nach Gewerkschaftsangaben am Dienstag an Warnstreiks beteiligt. Der Ausstand führte an den sächsischen Flughäfen dazu, dass jeweils mehr als die Hälfte der für den Tag geplanten Flüge ausfiel. Zu dem Warnstreik hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Sie fordert deutliche Lohnerhöhungen für das Sicherheitspersonal.

Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen zwischen dem Bundesverband der Luftsicherung (BDLS) und Verdi sowie dem Deutschen Beamtenbund (DBB) für rund 23 000 Beschäftigte der Flugsicherheit. Verdi will für die Luftsicherheitsassistenten einen bundesweit einheitlichen Stundenlohn von 20 Euro erstreiten. Bislang sind die Einkünfte des Sicherheitspersonals regional unterschiedlich geregelt. Wie Dieter Seyfahrt von Verdi sagte, verdienen einfache Sicherheitsmitarbeiter in Leipzig/Halle 11,90 Euro pro Stunde und die Beschäftigten in der Personen- und Warenkontrolle 12,90 Euro.

Der Bundesverband BDLS reagierte mit Unverständnis auf die aus seiner Sicht unverhältnismäßigen Warnstreiks: Die Arbeitgeberseite habe bereits im Dezember klargemacht, dass sie zu einem neuen Angebot und zu zügigen Verhandlungen ab Jahresanfang bereit sei. Die fünfte Verhandlungsrunde in dem Tarifkonflikt ist für den 23./24. Januar in Berlin angesetzt.