Neuss (dpa) - Bislang dürfen sich erst vier Clubs aus der Deutschen Eishockey Liga über staatliche Hilfen während der Corona-Krise freuen. Diese Anzahl an bewilligten Anträgen bestätigte ein DEL-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach hätten insgesamt 13 der 14 Vereine aus der DEL entsprechende staatliche Hilfen in Höhe von bis zu 800.000 Euro pro Club beantragt. Darüber berichtete am Montag zuerst das Fachmagazin "Eishockey News". Als einziger Club nicht antragsberechtigt ist der EHC Red Bull München.

Die Deutsche Eishockey Liga sieht sich wegen der Abhängigkeit von Zuschauereinnahmen bislang nicht in der Lage, in eine Saison zu starten. Aufgrund der Corona-Situation sind Zuschauer zumindest den November über unabhängig von den regionalen Infektionszahlen nicht zugelassen. Die DEL überlegt, frühestens im Dezember mit der bereits zweimal verschobenen Spielzeit zu beginnen.

Zuletzt gab es Klagen aus der Liga, dass die Sorgen der Clubs geringer wären, wenn die staatlichen Hilfen aus dem 200-Millionen-Euro-Sportpaket des Bundes fließen würden. Mit dem Sportpaket sollen notleidende Vereine unter anderem aus dem Eishockey, Handball, Basketball und Volleyball unterstützt werden. Laut Bundesverwaltungsamt wurden bislang 80 von 245 Anträgen und insgesamt gerade einmal gut 19 Millionen Euro bewilligt.

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