Berlin (dpa) l Wer die Preise von Energieanbietern vergleichen will, kommt um entsprechende Portale im Internet kaum herum.

Das Prinzip ist bei allen gleich: Kunden müssen in eine Maske ihre Postleitzahl und zum Beispiel ihren Stromverbrauch eintippen – und bekommen dann günstige Anbieter angezeigt. Doch nicht immer sind die angezeigten Angebote im konkreten Fall die besten, berichtet die Stiftung Warentest in der Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 2/2021).

Denn die Vergleichsportale arbeiten nach Angaben der Warentester in der Regel mit Voreinstellungen. Das heißt: Angezeigt werden oft Tarife, die nur im ersten Vertragsjahr günstig sind, weil sie Boni dabei einrechnen. Im zweiten Jahr werden die Tarife dann teurer.

Wichtig sei daher für Verbraucher, nicht nur einen Rechner zu nutzen, sondern am besten drei verschiedene, empfiehlt "Finanztest". Außerdem sollten die Filtereinstellungen zum Fall passend geändert werden. Dann ändert sich oft schon die Reihenfolge in der Ergebnisliste.

Konditionen prüfen

Hilfreich ist es außerdem, die Konditionen noch einmal direkt bei dem gewünschten Energieanbieter zu überprüfen – viele Tarife lassen sich auch dort direkt abschließen. Manche Tarife werden allerdings direkt über die Vergleichsportale vermarktet.

Empfehlenswert ist ein Anbieterwechsel über die Vergleichsrechner vor allem für Verbraucher, die jährlich wechseln und in den vollen Genuss von Boni kommen wollen. Wer diesen Aufwand scheut, kann auch einen Wechseldienst beauftragen, der dann jährlich den Vertrag optimiert.