Berlin (dpa) - Die Verbraucher in Deutschland essen nach einer Umfrage seltener Fleisch als noch vor wenigen Jahren. Bei einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums gab nur noch gut ein Viertel der Befragten an, jeden Tag Fleisch oder Wurst zu essen. 2015 lag der Anteil noch bei gut ein Drittel.

"Insbesondere immer mehr Männer verzichten auf ihre tägliche Portion Fleisch", heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Dennoch ist der Anteil derjenigen, die täglich Fleisch essen, bei den Männern mit 32 Prozent weiterhin deutlich höher als bei den Frauen mit 20 Prozent.

Der Anteil von Vegetariern und Veganern sei mit 5 beziehungsweise 1 Prozent unverändert geblieben, hieß es weiter. Knapp die Hälfte der Befragten gab an, schon einmal oder öfter vegetarische oder vegane Alternativen zu tierischen Produkten gekauft zu haben. Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" über die Zahlen berichtet.

"Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland ernähren sich immer abwechslungsreicher", sagte Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) der Zeitung. "Was die Konsumenten nicht benötigen, sind staatliche Vorschriften für den privaten Einkaufszettel."

Seitens der Grünen etwa gibt es seit Längerem Forderungen nach höheren Preisen für Tierprodukte. Angesichts der jüngsten Debatte über Arbeitsbedingungen in der Fleischbranche war das Thema wieder in den Vordergrund geraten.