Berlin (dpa) – Der Fernsehregisseur Richard Huber ("Der König von Köln") verbindet viele besondere Erinnerungen mit der vor einem Jahr gestorbenen Schauspielerin Hannelore Elsner.

"Die Dreharbeiten mit ihr in München waren eine wunderbare Herausforderung", sagte der 60-Jährige der Deutschen Presse-Agentur über den gemeinsamen ARD-Film "Lang lebe die Königin". Die Schauspielerin hatte ihn überraschend nicht mehr vollenden können. Sie starb am 21. April 2019 an Krebs.

"Die Hannelore war eine sehr transparente, fragile Person mit extrem feinen Antennen für richtig oder falsch. Erst, wenn sie den Eindruck gewann, dass ihr Gegenüber die Arbeit genauso ernst nimmt wie sie, hat sie sich auf etwas eingelassen", erinnerte sich der Regisseur. Daher habe sie auch bei jeder Szene mit ihm diskutiert. "Aber dann war alles ganz leicht - Hannelore spielte wie immer mit hoher Präzision - und einer großen, manchmal verschmitzten Leichtigkeit."

In der Familien-Tragikomödie "Lang lebe die Königin" am 29. April im Ersten stellt Elsner eine exzentrische Patriarchin dar, die an Krebs erkrankt und auf eine Spenderniere wartet.

Als die Schauspielerin im echten Leben am 21. April an Krebs starb, fehlten noch fünf Drehtage. "Als die Todesnachricht kam, war erstmal alles komplett auf Stillstand", schilderte Huber.

Später spielten fünf hochkarätige Kolleginnen - Iris Berben, Hannelore Hoger, Gisela Schneeberger, Eva Mattes und Judy Winter – die Rolle als Hommage an die Elsner zu Ende. Ihren Film-Lebenspartner verkörpert Günther Maria Halmer (77, "Enkel für Anfänger").

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