Berlin (dpa) - Der Schauspieler Jonas Nay (25) sieht in geänderten Fernsehgewohnheiten einen Grund dafür, dass die RTL-Serie Deutschland 83 bei den Einschaltquoten enttäuscht hat.

Ich kann mir vorstellen, dass gerade viele jüngere Zuschauer gar nicht mehr klassisch fernsehen, sondern online unterwegs sind, sagte er der Bild-Zeitung. Ich selbst bin Serienfan und schaue nur noch im Netz, zeitlich würde ich es anders gar nicht schaffen. Nay spielt in der Serie einen DDR-Spion, der im Westen als Bundeswehr-Soldat eingeschleust wird.

Zum Start hatten sich rund 3,2 Millionen Zuschauer für die achtteilige Serie interessiert, zuletzt waren nur noch 1,65 Millionen dabei. Am Donnerstagabend zeigt RTL das Finale (20.15 Uhr).

Deutschland 83 war von Kritikern hochgelobt worden. In vier Kategorien ist sie für den Deutschen Fernsehpreis nominiert, der am 13. Januar vergeben wird. Hollywood hat noch nicht angerufen, sagte Nay der Zeitung, aber Tom Hanks hat Deutschland 83 gelobt. Mehr geht eigentlich nicht.