Hamburg (dpa) - Am Grab des Hamburger Schauspielers Jan Fedder kommen auch mehr als zwei Monate nach seinem Tod täglich Briefe an ihn und seine Familie an. "Anfangs waren das noch 20 bis 30 pro Tag, nun sind es etwa zwei bis drei pro Tag", sagte eine Friedhofssprecherin.

Es sei nach wie vor Interesse an der Grabstätte auf dem Ohlsdorfer Friedhof vorhanden. "Bei schönem Wetter gibt es noch immer viele Menschen, die zum Grab Fedders gehen." Dort legen die Besucher Blumen, Kerzen, Engel, kleine Nachrichten ab.

Fedder war Ende Dezember nach langer Krankheit in seiner Wohnung gestorben. Die Trauerfeier fand am 14. Januar, seinem 65. Geburtstag, im Hamburger Michel statt.

Um die bereits an drei Seiten eingezäunte Grabstätte zu schützen, stattete Fedders Witwe sie zusätzlich mit einem kleinen Tor und einem passenden Torbogen in Schmiedeeisen-Optik aus. Zuvor hatten Fans beim Ablegen von Blumen und Ähnlichem die Pflanzen und die Fläche um das Grab herum niedergetreten.

Noch stehe am Grab ein Holzkreuz und es werde von Zweigen bedeckt, sagte die Friedhofssprecherin. Ob und wann es durch einen Grabstein ersetzt wird, ist unklar. Die Familie habe dies noch nicht entschieden.