Berlin (dpa) - Seit 2015 hat "Lena Lorenz" dem ZDF respektable Quoten beschert. Die Serie um die engagierte Hebamme, die aus Berlin auf den elterlichen Hof in Bayern gezogen ist, kommt bei den Zuschauern gut an. In der Vergangenheit setzten sich teilweise über fünf Millionen Menschen vor die Bildschirme, um die Hauptdarstellerin Patricia Aulitzky in Aktion zu sehen.

Umso größer war der Schock, als die Schauspielerin im Frühjahr ihren Abschied bekannt gab. Den Schritt begründete sie mit dem Wunsch, sich neuen Herausforderungen stellen zu wollen.

Bevor der Stab an die Nachfolgerin Judith Hoersch weitergereicht wird, zeigt das ZDF im Oktober vier neue Folgen, in denen Aulitzky zum letzten Mal auftritt. Den Anfang macht am Donnerstag (4. Oktober, 20.15) der 90-Minüter "Babyglück hoch drei". Lena hat wieder alle Hände voll zu tun, auch weil sie wie gewöhnlich gerne in die Helferrolle schlüpft. Emma (Cornelia Gröschel) und Karl Wagner (Bernhard Piesk) können die Unterstützung gut gebrauchen, schließlich sind sie gerade erst Eltern von Drillingen geworden. Beide rotieren, ächzen und stöhnen.

Eigentlich könnten Karls Eltern dem Paar helfen, doch zwischen Sohn und Eltern herrscht schon seit Jahren Funkstille. Grund dafür ist ein traumatisches Erlebnis aus seiner Jugendzeit, das der junge Mann noch immer nicht verarbeitet hat. Als der Stress wächst, zieht sich Karl zurück. Also muss Lena einspringen, die zunächst versucht, professionelle Hilfe zu organisieren. Doch das ist schwieriger als gedacht, weshalb die Hebamme Emma und die Drillinge auf den elterlichen Lorenzhof bringt. Dabei fehlt es auch dort nicht an Arbeit. Die Hebamme bemüht sich an mehreren Fronten und findet kaum Zeit, ihr eigenes Beziehungsglück zu genießen.

"Babyglück hoch drei" dreht sich um die Probleme junger Eltern und Menschen, die eine Familie gründen wollen. Facettenreich wird gezeigt, dass diese Lebensphase mit Überforderung, Rückschlägen sowie Zukunfts- und Versagensängsten einhergeht. Vorbereiten kann man sich auf diese Situation nicht. Es bleibt nichts anderes übrig, als ins kalte Wasser zu springen. Aber wie groß die Belastung auch ist, sie lässt sich bewältigen, wenn die Familie zusammenhält. So jedenfalls lautet die Botschaft, die "Lena Lorenz" in dieser Folge sendet.

Wohlgefühl und Entspannung sind in "Babyglück hoch drei" garantiert. Die Episode wartet nicht gerade mit großem Drama auf. Große Konflikte sind zwar angelegt, kochen dann aber doch eher auf Sparflamme. Passend zur Idylle von Berchtesgaden, wo "Lena Lorenz" gedreht wird, geht es gemütlich zu. Wunderschöne Naturbilder mit atemberaubenden Bergen im Hintergrund verstärken diese Atmosphäre, in der sich der Abend vor dem Fernseher ideal ausklingen lässt. An den Zutaten hat sich wenig geändert. Geheimnisse, Liebesgeschichten, ein Happy End und ein Cliffhanger: Die Zuschauer bekommen das, was sie bereits kennen – und vielleicht auch erwarten.

Lena Lorenz