Santersleben/Nedlitz l Die Zerbster vom TSV Rot-Weiß kehrten mit einem 2:1-Auswärtssieg vom SV Groß Santersleben zurück. Für die Nedlitzer Vorfläming-Elf reichte es daheim nicht zum Sieg. Sie unterlagen Borussia Genthin knapp 1:2.

SV Groß Santersleben 1924 – TSV Rot-Weiß Zerbst 1:2 (0:2). Die Zerbster blieben siegreich und verteidigten somit ihren zweiten Platz, der nach derzeitigem Kenntnisstand zum Aufstieg berechtigen würde. Da die erste Herrenmannschaft von Union 1861 Schönebeck (Schönebecker Sportclub und Schönebecker Sportverein werden zum 1. Juli zum neuen Verein Union 1861 Schönebeck verschmelzen – d. Red.) in der Landesliga spielen wird.

„Wir waren in der ersten Hälfte klar überlegen“, sagte TSV-Trainer Carsten Heise. „Eigentlich hätte es 3:0 oder sogar 4:0 stehen müssen, dann wäre das Spiel gelaufen.“

So stand es jedoch nach den Treffern von Torben Fischer und Otto Möbius in der 16. und 26. Minute „nur“ 2:0.

Auch in der zweiten Halbzeit agierte der TSV überlegen. „Bis zum Anschlusstreffer hätten wir schon 5:0 oder 6:0 führen können, aber die Chancenverwertung war miserabel“, so Heise, der anfügte, dass sein Team „nach hinten raus dann glücklich gewonnen hatte“. Steven Hahn war der Torschütze für die Heimelf in der 73. Minute. „Solange wir trotzdem gewinnen, ist es egal. Vielleicht gelingen uns die vergebenen Treffer dann in den wichtigen Spielen“, hofft der Coach.

Zerbst: Werner – H. Ernst, Fischer, Gieseler, Kunitschke, S. Sens, Böning, Specht (80. Syring), Kosel (60. Tran Vieth), Möbius, Schröter (65. Tiede).

SR: Christopher Bethke (Blau-Weiß Gerwisch), Mario Sämisch, Detlef Mittelstädt; ZS: 75.

SC Vorfläming Nedlitz – FSV Borussia Genthin 1:2 (0:1). Die Nedlitzer konnten ihr Vorhaben, daheim zu gewinnen, nicht in die Tat umsetzen und mussten sich der Borussia mit 1:2 geschlagen geben. „Im Moment soll es einfach nicht sein“, haderte SC-Trainer Helmut Friedrich, der meinte, dass „dieses Spiel ähnlich verlief, wie in der Vorwoche bei Besiegdas“.

„Wir hatten mehr Ballkontakte und Spielanteile, aber am 16er war Schluss.“ Florian Lehmann und Christian Schmidt hatten die besten Chancen, doch sie trafen nur die Latte bzw. den Pfosten. Als Eduard Hahn allein auf das Borussen-Tor zusteuerte, versagten ihm die Nerven. Die Gäste machten es besser und Kevin Wolf erzielte das 1:0 (39.).

In Hälfte zwei hatte Hahn die große Chance zum Ausgleich, wurde jedoch im Strafraum umgerissen. „Für mich war es ein klarer Elfmeter, aber Schiedsrichterin Schäfer sah es eben anders. Wobei ich ihr keinen Vorwurf mache“, so Friedrich. Dennoch wäre das Spiel bei einem möglichen Ausgleich sicher anders verlaufen. So erhöhte aber Maximilian Reinshagen auf 2:0 für die Gäste (68.). Der Treffer von Marcel Kilz zum 1:2 in der 87. Minute war dann nur noch Ergebnis-Kosmetik.

Nedlitz: Hoffmann – Alarich, Ritze, Juskowiak, Lehmann, Hahn, Ch. Schmidt, Fambach, Milushev (46. Kilz), Daudert (75. Körner), Puls (61. Sanftenberg). SR: Aline Schäfer (Loburg), Saskia Köppe, Conny Seidler; ZS: 25.

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