Barcelona (dpa) - Nach der Trennung von Trainer Quique Setién hat der krisengeschüttelte FC Barcelona auch die Zusammenarbeit mit Sportdirektor Eric Abidal beendet.

Mit dem Franzosen sei eine Einigung zur Auflösung des Arbeitsvertrages erzielt worden, teilte der spanische Club mit. Die schon seit Wochen anhaltende Krise im Club von Weltfußballer Lionel Messi und Nationaltorwart Marc-André ter Stegen hatte sich am vorigen Freitag durch das 2:8-Debakel gegen den FC Bayern im Viertelfinale der Champions League in Lissabon deutlich zugespitzt. Am Vortag kündigte die Vereinsführung eine "umfassende Umstrukturierung des ersten Teams" an.

In seiner Mitteilung bedankte sich der FC Barcelona bei Abidal für dessen Einsatz und Professionalität. Der frühere französische Nationalspieler, der als Profi zwischen 2007 und 2013 in Barcelona als Innen- und Linksverteidiger tätig war, war seit Juni 2018 im Amt. Als Funktionär, der unter anderem für Personalentscheidungen zuständig war, konnte der 40-Jährige aber nur selten überzeugen.

Der Mann aus Lyon hatte außerdem mit einigen Profis Streit, unter anderem auch mit Messi. Als Abidal im Februar andeutete, im Team gebe es wohl Probleme mit der "Einstellung", konterte der Argentinier, jeder solle sich um "seine Aufgaben kümmern".

Als Favorit auf die Nachfolge von Trainer Setién gilt Medienberichten zufolge der frühere Clubprofi und derzeitige niederländische Nationaltrainer Ronald Koeman.

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Mitteilung des Clubs