Lissabon (dpa) - Bei RB Leipzig reden viele immer noch über Timo Werner. Obwohl der gar nicht mehr da ist. Oder es dreht sich um dessen potenzielle Ersatzmänner Yussuf Poulsen und Patrik Schick. Über Péter Gulácsi spricht man hingegen selten.

Das ist auch beim Blitzturnier der Champions League in Lissabon nicht anders. Dabei kommt auf den Torwart im Viertelfinale gegen Atlético Madrid natürlich eine besondere Aufgabe zu. "Wir wollen lange selber die Null halten, wenn möglich bis zum Ende", forderte Trainer Julian Nagelsmann.

Der Anteil des 30 Jahre alten Schlussmanns am RB-Erfolg wird oft unterschätzt. Vermutlich ist seine insgesamt ruhige Art der Grund dafür. Seit 2016 steht er regelmäßig im Tor der Sachsen, feierte mit RB den Bundesliga-Aufstieg und nun schon dreimal die Qualifikation für die Königsklasse.

In seiner Heimat Ungarn ist Gulácsi viel präsenter. Da zierte er kürzlich sogar das Cover des Forbes-Magazins. "Stolz" sei er darauf, schrieb Gulácsi bei Instagram. Mit Ungarns Nationalteam will er im Oktober noch das Ticket für die EM 2021 lösen. Dann würde es in der Gruppenphase gegen Deutschland gehen und es womöglich ein Wiedersehen mit Timo Werner geben.

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