Stuttgart (dpa) - Reiner Calmund begegnet der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus nicht mit Hamsterkäufen.

Dass viele Menschen aus Sorge vor der Erkrankung derzeit die Supermarkt-Regale leer kaufen, hält der ehemalige Manager von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen für falsch. "Menschen haben Angst. Aber durch die Erklärungen der Regierung, dass die Supermärkte auf bleiben, hoffe ich, dass die Menschen vernünftiger werden", sagte der 71-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Trotz seines Alters macht sich Calmund keine großen Sorgen um seine eigene Gesundheit. "Natürlich nehme ich die Hinweise der Behörden ernst, außerdem bin ich ja vor sechs Wochen noch operiert worden. Aber ich bin mit allen aktuellen Werten versorgt", erzählte er. "Seit dreieinhalb Jahren messe ich morgens früh und abends spät meinen Puls oder ob ich Fieber habe, auch Sauerstoffmessungen." Alle aktuellen Werte seien gut. Trotzdem hat auch sein Leben sich im Zuge der Corona-Krise verändert.

"Ich habe ja nun sechs Kinder und vier Enkelkinder, bei denen rufe ich häufiger an als sonst. Außerdem kann unsere kleine Tochter ja derzeit auch nicht in die Schule, es wird auf die Hausgemeinschaft gesetzt", sagte Calmund. Auch er selbst ist öfter daheim als sonst. "Was den Job angeht, sind all meine geplanten Vorträge, ob auf Messen, vor Schulleitern oder vor Firmen eingestellt worden."

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