Berlin (dpa) - Bundesliga-Profi Neven Subotic vom 1. FC Union Berlin wünscht sich mehr Engagement in Deutschland für den Klimaschutz.

"Deutschland ist noch immer sehr satt. Dieses Gefühl, diese Einstellung spiegelt sich in vielen Bereichen wider. In der Politik oder in der Wirtschaft", sagte der Fußballer des Aufsteigers im Interview der "Welt am Sonntag". Zwar sei es schwer, "in einer globalisierten Welt Dinge durchzusetzen. Aber es gibt Länder, die sich viel klarer positionieren und Pläne beziehungsweise Wege für etwa die kommenden fünf Jahre aufzeigen. Da wollen Politiker wirklich etwas ändern. Hier aber ist man immer noch viel zu bequem."

Der 31 Jahre alte Abwehrspieler, der in der Bundesliga auch für den FSV Mainz 05, Borussia Dortmund und den 1. FC Köln gespielt hatte, engagiert sich seit Jahren mit seiner Stiftung für eine bessere Trinkwasserversorgung und Schulbildung in Äthiopien. In Berlin lebt Subotic umweltbewusst, besitzt beispielsweise kein Auto und fährt mit den öffentlichen Verkehrsmittel zu Heimspielen und zum Training.

"Ich wünsche mir in Bezug auf die Branche eine ernsthafte, ehrliche Auseinandersetzung der Profis mit ihrer Rolle und ihrem Leben", sagte er. "Wir stehen im öffentlichen Leben, viele Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene schauen zu uns auf und schauen, was wir tun und wie wir leben. Diese Vorbildfunktion sollten wir für den gesellschaftlichen Benefit nutzen. Was ich aber nicht mag, sind Heuchler. Wenn einer nur sagt, dass Klimaschutz wichtig ist, und es bei der Aussage lässt, sich dann aber in seinen Ferrari setzt, passt das nicht gut zusammen."

Subotic-Stiftung