Mainz (dpa) - Kehrtwende beim FSV Mainz 05: Der vom Trainingsbetrieb suspendierte Adam Szalai darf nach seiner Rückkehr von der ungarischen Nationalmannschaft wieder am Mannschaftstraining des rheinhessischen Fußball-Bundesligisten teilnehmen.

Dies ist das Ergebnis eines intensiven Gesprächs zwischen Vorstandschef Stefan Hofmann, Sportvorstand Rouven Schröder sowie Szalai und dessen Berater Oliver Fischer. Damit ist ein für Donnerstag vor dem Arbeitsgericht Mainz anberaumter Termin der beiden Streitparteien hinfällig.

"Die vergangenen zwei Wochen haben bei uns allen Spuren hinterlassen und am Ende vor allem auch Mainz 05 geschadet. Deswegen war es wichtig, dass wir unsere Ansichten und Differenzen zeitnah aufarbeiten, ausräumen und eine gerichtliche Auseinandersetzung vermeiden. Die Themen, die zu diesem Punkt geführt haben, wurden ausgeräumt", sagte Schröder.

Der 30 Jahre alte Szalai war vor zwei Wochen vom damaligen Trainer Achim Beierlorzer aus sportlichen Gründen freigestellt worden. Die komplette Mainzer Mannschaft war daraufhin in einen Trainingsstreik getreten. Beierlorzer wurde wenige Tage später beurlaubt, sein Amt übernahm vorerst Interimscoach Jan-Moritz Lichte. "Adam hat uns erklärt, dass er definitiv keinen Wechsel oder eine Vertragsauflösung anstrebt. In der Konsequenz bleibt er Spieler von Mainz 05", bekräftigte Schröder.

Szalai will beim Tabellenvorletzten nun noch einmal durchstarten. "Ich bin bereit, das Geschehene hinter mir zu lassen und meinen Teil zum sportlichen Aufschwung beizutragen", sagte der Stürmer. "Ich bin froh, wieder Teil meiner Mannschaft zu sein und für Mainz 05 weiterhin alles zu geben."

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