Berlin (dpa) - Kevin Trapp hofft sehr, dass die Saison der Fußball-Bundesliga nicht abgebrochen wird und würde dafür sogar Geisterspiele akzeptieren.

Er könne sich nicht vorstellen, dass ein Spieler weniger Spannung im leeren Stadion aufbaut als im vollen, sagte der Torhüter der Frankfurter Eintracht. "Dazu sind wir zu sehr Profis. Ich hätte lieber Spiele ohne Zuschauer als einen Saisonabbruch, wenn sie aus gesundheitspolitischen Aspekten vertretbar wären", erklärte der Keeper in einem Interview der "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Trapp erlebte im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Basel, wie sich ein leeres Stadion anfühlt. "Es ist etwas komplett anderes, gerade in Frankfurt, wo uns die Zuschauer oft zum Sieg pushen", bestätigte er.

Die Corona-Krise werde Profi-Fußballer erst mal auf absehbare Zeit nicht in Not bringen, ist Trapp sich sicher. "Wir sind privilegiert und nicht so hart betroffen wie zum Beispiel die Kleingastronomie, da gibt es Schicksale, die einen bewegen. Deshalb haben wir eine Vorbildfunktion", schlussfolgerte er.

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