Frankfurt/Main (dpa) - Der ehemalige Präsident Reinhard Grindel glaubt nicht daran, dass sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aus finanziellen Gründen für ein Festhalten an Bundestrainer Joachim Löw entschieden hat.

"Kein Journalist kennt den Vertrag von Joachim Löw. Deshalb sollte niemand die Behauptung aufstellen, der DFB könne sich schon aus wirtschaftlichen Gründen eine Trainerentlassung nicht leisten", sagte Grindel in einem Interview bei "sport1.de". Dies sei "abwegig", fügte der Ex-Funktionär an. "Entscheidend sind immer sportliche Gründe." Der Verband hatte zuletzt bestätigt, mit Löw bis zur EM 2021 weiterzumachen.

Grindel war bis April 2019 DFB-Präsident und hatte vor der WM 2018 unter anderem die Vertragsverlängerung mit Löw bis 2022 ausgehandelt. "Es war keine Entscheidung im Alleingang. Ich stehe aber zu dieser Vertragsverlängerung, weil damals im Frühjahr 2018 eine große Organisationsreform beim DFB durchgeführt wurde", sagte Grindel. Auf die Frage, warum mit Löw nicht wie mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff bis 2024 verlängert wurde, antwortete der 59-Jährige: "Diese Laufzeit erschien uns zu groß."

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