Bremen (dpa) - Bremens Innensenator Ulrich Mäurer hält auch Fußball-Spiele ohne Zuschauer bei einer Fortsetzung der Bundesliga-Saison in der Corona-Krise für keine gute Idee.

Der 68 Jahre alte SPD-Politiker rechnet im Mai und Juni mit dem Höchststand der Pandemie mit vielen Erkrankten, "aber auch Toten und schwierigen Verhältnissen in den Kliniken. Da kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man da Geisterspiele organisiert als wäre nichts", sagte Mäurer in einem Interview der "Bild"-Zeitung.

Die Bundesliga pausiert seit Mitte März. Nach den Plänen der Deutschen Fußball Liga (DFL) soll der Spielbetrieb im Mai wieder aufgenommen werden. Geschäftsführer Christian Seifert hält die DFL bestens auf eine Fortführung der Spielzeit mit Geisterspielen vorbereitet.

Mäurer sagte hingegen: "Wir haben weiter die klare Vorstellung, dass in den nächsten Wochen keine größeren Versammlungen toleriert werden können. Die gesundheitlichen Risiken wären zu groß. Diese Einschätzung passt nicht mit Geisterspielen zusammen. Wir fürchten, die Fans werden sich wieder vor den Stadien versammeln."

Interview Mäurer