Halle (dpa) – Präsident Jens Rauschenbach vom Halleschen FC hat seine Forderung nach einem Saisonabbruch in der 3. Fußball-Liga erneut bekräftigt.

"Aus gesellschaftlicher, gesundheitlicher und wirtschaftlicher Sicht ist ein Abbruch für die Liga unabdingbar", sagte Rauschenbach der "Mitteldeutschen Zeitung". Der HFC-Chef bemängelt zudem ein fehlendes Konzept seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): "Es liegt auch bis jetzt keine politische Freigabe oder Genehmigung für Mannschaftstraining oder Geisterspiele vor. Auflagen und Bedingungen für einen Spielbetrieb sind völlig offen."

Ligaweit befürwortet eine Mehrheit der Vereine allerdings eine Fortführung der Saison ohne Fans - der Rest will abbrechen. Am Donnerstag hatten sich die fünf bayerischen Clubs für eine schnellstmögliche Fortführung der Saison ausgesprochen, auch wenn dies nur mit Geisterspielen möglich sei.

Verfechter eines Saisonabbruchs fürchten bei Spielen ohne Zuschauer durch Einnahmeverluste jedoch einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden für ihren Verein. Dazu zählen neben dem HFC unter anderem auch der 1. FC Magdeburg, FSV Zwickau oder FC Carl Zeiss Jena. Da einige Mannschaften bereits wieder trainieren dürfen, andere Teams aufgrund behördlicher Vorgaben aber noch pausieren müssen, befürchten mehrere Vereinsvertreter bei einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs Mitte Mai zudem einen Wettbewerbsnachteil. 

Rauschenbach machte einen Vorschlag, wie die Saison bei einem Abbruch gewertet werden könnte. "Die ersten zwei Clubs steigen in die zweite Liga auf. Eine Relegation wird nicht gespielt. Es gibt keine Absteiger. Die Liga wird mit den fünf aktuellen Spitzenreitern der Regionalligen auf dann 22 oder 23 Vereine aufgefüllt. Da hätten wir zwar reichlich Spiele - aber die wären ein guter Kompromiss."

Rauschenbach in der MZ

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