Neubrandenburg/Bonn (dpa/tmn) - Wer eine Restschuldversicherung abschließt, sollte sich die Konditionen genau anschauen. Grundsätzlich soll die Versicherung Angehörige finanziell absichern, wenn diese laufende Kreditraten nicht begleichen können - etwa weil der Hauptverdiener gestorben oder arbeitslos geworden ist.

Doch nach Angaben der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern sind Restschuldversicherungen oft teuer. Zudem zahlen sie wegen zahlreicher Ausschlussklauseln häufig nicht, warnen die Verbraucherschützer.

Verträge nicht standardisiert

Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass Restschuldversicherungen nicht standardisiert sind. Daher der Tipp: Verbraucher sollten sich vorab über den genauen Versicherungsumfang und die Kosten informieren.

Wichtig zu wissen: Der Kredit und die Restschuldversicherung sind zwei unabhängige Verträge. Daher müssen die Kosten für eine freiwillig abgeschlossene Restschuldversicherung laut BaFin auch nicht in den effektiven Jahreszins des Kredites mit eingerechnet werden.

Verschbraucherschützer sammeln Beschwerden

Um die Probleme genauer zu erheben, sammeln die Verbraucherschützer derzeit konkrete Erfahrungen. Diese können Betroffene unter www.verbraucherzentrale.de/restschuld melden.

Als Alternative zur Restschuldversicherung empfehlen Verbraucherschützer häufig eine Risikolebensversicherung. Auch mit dieser Versicherung kann man die Familie finanziell absichern, falls plötzlich ein Elternteil verstirbt.

© dpa-infocom, dpa:200820-99-243221/2

BaFin: Restschuldversicherung

Verbraucherzentrale: Erfahrungen mit Restschuldversicherungen