Klietz l Darauf einigten sich Vereinsvertreter aller drei Dörfer am Dienstagabend bei einer Beratung in Neuermark-Lübars. Der Ortsteil sollte dieses Jahr Gastgeber für den gemeinsamen Markt sein. „Das kann ich nicht gestatten“, machte Bürgermeister Hermann Paschke seinen Standpunkt unmissverständlich klar. Zuvor hatte Jan Seidel vom Förderverein der Feuerwehr Bedenken geäußert: „So ein Weihnachtsmarkt ist nicht mit anderen Veranstaltung wie beispielsweise der Kleiderbörse in der Klietzer Turnhalle zu vergleichen – da lässt sich das Hygienekonzept wenn auch mit viel Mühe gut umsetzen. Aber bei einem Weihnachtsmarkt nicht. Da muss das Gelände eingezäunt und am Einlass der Name jedes Besuchers notiert werden. Wer desinfiziert die Toiletten? Und wer weist als Ordner die zu dicht Zusammenstehenden auf die Abstandsregeln hin?“

Alles Gründe, die die Absage schweren Herzens unabdingbar machen.

Stattdessen schlug Jan Seidel vor, ein gemeinsames Frühlingsfest zu veranstalten – und stieß auf breite Zustimmung. Deshalb will sich die Gruppe zu Jahresbeginn treffen, um dann entsprechend der Corona-Situation zu beraten, wann wo und welchen Bedingen gefeiert werden könnte.

Musik an den Adventssonntagen

Anja Fenn vom Förderverein der Klietzer Waldstörche schlug vor, in der Weihnachtszeit dennoch ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen. So kam man in der Runde auf die Idee, an jedem Adventssonntag zur gleichen Zeit an den Kirchen in Klietz, Scharlibbe und Neuermark-Lübars Weihnachtsmusik ertönen zu lassen – ähnlich wie zur Zeit des Lockdowns im Frühling. Wer will, kann vorbeikommen und auf den Abstand achtend mit der Kerze in der Hand zuhören. An der Idee will man nun noch feilen.

Auch die Schollener haben ihren Weihnachtsmarkt abgesagt. In Schönhausen wird noch über den Nikolausmarkt nachgedacht, ebenfalls in Wust über die Weihnacht im Speicher. Wenn Konzepte vorliegen und diese vom Landkreis genehmigt sind, dürfen die Märkte stattfinden.