Pebble Beach (dpa) - Für Martin Kaymer spielen die mentalen Aspekte des Golfsports eine wesentliche Rolle, um wieder an frühere Erfolge anknüpfen zu können. "Ich wollte verstehen, warum ich erfolgreich war", schrieb der zweimalige Major-Sieger in einem Blog auf der Internetseite der European Tour.

"Du musst dieses Gleichgewicht im Leben haben und verstehen, dass Golf, obwohl es für uns wichtig ist, nicht alles ist."

Der 34-Jährige aus Mettmann ist derzeit bei der US Open im kalifornischen Pebble Beach am Start. Vor fünf Jahren gewann Kaymer bei der US Open in Pinehusrt sein letztes Turnier. "Ich bin nicht der Martin Kaymer von 2010 oder 2011", sagte die ehemalige Nummer Eins der Welt. Man müsse akzeptieren, wo man gerade ist. "Ich bin die 100 der Welt. Den Typ, den ich jetzt schlagen muss, ist der, der die Nummer 99 ist. Es sind nicht Dustin Johnson, Brooks Koepka oder Justin Rose."

Kaymer traut sich durchaus zu, wieder an die Spitze der Weltrangliste zurückzukehren. "Wenn ich mich jetzt mit Justin Rose vergleichen sollte, ist es eine Fantasie. Natürlich kann ich wieder die Nummer 1 der Welt werden. Und natürlich ist es möglich, dass ich ihn diese Woche bei der US Open schlagen kann, aber es braucht Zeit, um wieder an die Spitze zu gelangen."

Den besten Rat habe er von einem Schweden bekommen. "Ich mache Pilates mit ihm und er hilft mir auch beim Lebenscoaching. Er sagte mir: Du musst deinen eigenen Weg finden, um Ruhe um dich herum zu schaffen." Es sei wichtig, Ablenkungen zu beseitigen und unnötige Energie zu verschwenden. "Ich sehe Leute, die zwei oder drei Stunden an ihren Telefonen verbringen. Für mich würde ich lieber etwas anderes machen, am Strand spazieren gehen und das Telefon zu Hause lassen."

Blog von Martin Kaymer auf www.europeantour.com

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