Magdeburg l „Jetzt gehen wir natürlich mit breiter Brust in das Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen“, sagte ein glücklicher Torwart Dario Quenstedt nach dem 22. Saisonsieg. Durch den klaren Erfolg gegen die Niedersachsen tankte der SCM knapp eine Woche vor dem Final Four um den deutschen Handball-Pokal in Hamburg und dem Halbfinale gegen den designierten Meister aus Mannheim nochmals reichlich Selbstvertrauen. Vor 6708 Zuschauern in der Getec-Arena erwischten Quenstedt & Co. gegen den TSV Hannover-Burgdorf einen Sahnetag und setzten sich überlegen durch. Der SCM festigte damit zugleich nach dem 30. Spieltag den dritten Platz in der Bundesliga, ist jetzt in der Liga seit 15 Spielen ungeschlagen.

Die Niedersachsen, die bei ihrem letzten Auftritt in der Getec-Arena dem SCM die höchste Heimniederlage seiner Bundesliga-Geschichte zugefügt hatten (22:37), waren von Beginn an chancenlos. Schon in der 10. Minute beim 8:3 durch einen Trickwurf von Robert Weber führte der Gastgeber erstmals mit fünf Toren, und die Zuschauer waren aus dem Häuschen. Über 10:5 (18.) und 14:7 (24.) lag der SCM zur Pause mit 16:9 vorn. Ganz stark: Torwart Dario Quenstedt, der mit einem Dutzend Paraden glänzte.

Große Effektivität

Auch nach der Pause waren die Hannoveraner, die ebenfalls im Final Four dabei sind und in der Bundesliga noch um einen Europapokal-Platz kämpfen, chancenlos. Über 20:12 (37.) zog der SCM weiter davon, angetrieben von Marko Bezjak. Beim 23:12 (42.) erzielte Michael Damgaard seinen zehnten Treffer, war mit elf Treffern erfolgreichster Werfer der Partie. Mit großer Effektivität von allen Positionen ließ der SCM weiter nichts anbrennen. Obwohl Trainer Bennet Wiegert einige seiner Top-Kräfte sogar gegen Ende der Partie etwas schonte, stand nach 60 Minuten ein 31:22-Sieg zu Buche.

Großen Anteil am Heimsieg und der geglückten Final-Four-Generalprobe hatte Torwart Dario Quenstedt, dem 25 Paraden gelangen und der 54 Prozent aller Bälle auf sein Tor parierte. „Klar, 25 Bälle hält man nicht so nebenbei. Trotzdem möchte ich mich nicht selber loben und sehe meine Leistung stellvertretend für eine starke Mannschaft und starke Abwehr, die sehr aggressiv zugepackt hat“, sagte Quenstedt. Sven-Sören Christophersen, Abwehrchef der Hannoveraner, analysierte: „Magdeburg stand kompakter in der Abwehr und hat zu viele leichte Tore aus dem Gegenstoß gemacht.“

SC Magdeburg: Green, Quenstedt – Musa, Chrapkowski 2 Tore, Musche 6/1, Pettersson 2, de la Pena, Molina, Christiansen 1, Mertens 1, O’Sullivan 2/1, Bezjak 1, Weber 2, Kalarash, Damgaard 11, Zelenovic 3

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Semisch – Mortensen 8/2, Patrail 2, Thiele, Pevnov 1, Häfner 1, Böhm 6, Krone, Karason 1, Olsen 2, Brozovic 1, Feise, Christophersen, Kastening, Buchner

Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Reutlingen/Metzingen). Zuschauer: 6708. Siebenmeter: SCM 2/4, TSV 2/2; Zeitstrafen: SCM 2, TSV 4 (Disqualifikation Brozovic/58.)

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