Magdeburg l Der Post SV startet mit einem Aufsteiger-Duell in die neue Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga – und damit in ein Abenteuer. Die Mannschaft des neuen Trainers Daniel Röwer empfängt den HSV Haldensleben, während die gestandenen Männer des HSV ebenfalls Heimrecht gegen die TSG Calbe haben.

Post SV Magdeburg

Daniel Röwer hat in den vergangenen Wochen nach der richtigen Aufstellung gesucht. Der neue Trainer des Aufsteigers zählt immerhin 18 Männer in seinem Kader. Dafür hat Post SV sogar eine Mannschaft aufgelöst, um junge Burschen der gebliebenen Erfahrung an die Seite zu stellen. „Anders können wir es nicht schaffen“, blickt der Coach voraus.

Abgänge hat Röwer im Sommer auch verzeichnet, einige aufgrund des Studiums, einer aufgrund seines beruflichen Wechsels. Und dieser heißt Marvin Frank, mit 160 Toren der beste Post-Werfer der vergangenen Serie in der Verbandsliga. „Der Shooter ist weg“, sagt Röwer also. Der Shooter ist nach Bayern gegangen. Und deshalb lautet die Herausforderung Röwers nun: „Ich muss aus zwei Mannschaften ein Team bilden.“

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Das klingt so kurz vor dem Saisonstart am Sonnabend, ausgerechnet gegen Mitaufsteiger HSV Haldensleben in der heimischen Halle An der Klosterwuhne (19 Uhr), genauso abenteuerlich, wie wohl die gesamte Serie für den Post SV ein Abenteuer sein wird. Aber vielleicht, sagt Röwer, „findet sich auch alles schneller als gedacht“.

Derzeit, weil auch das Training corona- und ferienbedingt erst Ende August gestartet ist, „bin ich noch dabei, mir ein Bild von der Mannschaft zu machen“, erklärt der 44-Jährige. „Wir sind noch am Anfang der Entwicklung.“ Die sich nun im Ernstfall fortsetzen soll – bis hin zum Klassenerhalt. Womöglich, meint Röwer, ist Haldensleben als Auftaktgegner ja ein „guter Gradmesser“, eine erste Standortbestimmung für die weitere Arbeit. Für diese „will ich die dreiwöchige Spielpause intensiv nutzen“, erklärt Röwer nämlich. Tatsächlich hat sein Team zwischen dem 3. und 24. Oktober spielfrei.

HSV Magdeburg

Der HSV setzt seinen Weg fort. Er wird A-Junioren einbauen wie in der Vergangenheit. Die A-Junioren werden sich zu Stammspielern entwickelt wie in der Vergangenheit. Wie Nick Jantsch, wie Sascha und Maximilian Zimonczyk. „Sie sollen alle die Chance bekommen, sich zu entwickeln“, sagt Trainer Harry Jahns. Deswegen „ist in unserer Mannschaft auch alles beim Alten geblieben“, ergänzt der Coach.

In der Saison soll allerdings nicht alles beim Alten bleiben. In der vergangenen Serie wurde es für die HSV-Männer um ihren und den besten Werfer der Liga, Michael Jahns (156), nämlich ein langer Winter auf der Punktejagd. Letztlich beendeten sie die Saison mit Platz zwölf – nach vier Siegen, einem Remis, 14 Niederlagen. Jahns sagt: „Es geht für uns nur um den Klassenhalt, alles andere steht nicht zur Debatte.“

Der Coach hofft deshalb, dass regelmäßig alle Spieler zur Verfügung stehen und nicht allzu oft wegen beruflicher oder familiärer Verpflichtungen ausfallen. Denn dann kann der HSV nicht nur seine Hausaufgaben erledigen, sondern sicher für die eine oder andere Überraschung sorgen. Für Letzteres wäre die TSG Calbe, die bei den Magdeburgern am Sonnabend um 20 Uhr antritt (Sporthalle Eike-von-Repgow), schon mal ein guter Maßstab.