Berlin (dpa) - Bis jetzt war sie unbekannt - nun werden Millionen Menschen weltweit ihr Gesicht kennen: Daisy Ridley. Die Britin ist erst 23 Jahre alt und hat bislang in keinem nennenswerten Film mitgespielt.

Regisseur J.J. Abrams aber holte sie zur Star Wars-Riege - wo Ridley im neuen Werk Das Erwachen der Macht als knallharte Kämpferin die große neue Heldin ist.

Daisy Ridley spielt Rey, eine Schrottsammlerin irgendwo im Nirgendwo, tief in der Wüste. Ihre Familie ist weg, und sie schlägt sich alleine durch. Doch in ihr steckt mehr, das erfährt sie schon bald. Die Zuschauer erahnen es gleich beim ersten Anblick: Ihr Gesicht ist zwar schmal und zierlich, doch die Haare sind streng zurückgebunden, der Körper ist zäh und sichtbar durchtrainiert.

Sie habe monatelang jeden Tag stundenlang trainiert, erzählte Ridley in einem dpa-Interview. Das hat sich ausgezahlt: Ihre Rey kann einstecken und austeilen. Ihr gehört etwa eine der besten Actionszenen, wie sie als furchtlose Pilotin ein schrottreifes Raumschiff atemberaubend steuert. Sie brilliert außerdem im finalen Zweikampf, wo sie beweist, dass sie auch souverän mit einem Laserschwert umgehen kann.

Doch Ridley porträtiert Rey nicht als kalte Kampfmaschine. Stattdessen erlebt sie Trauer, Verzweiflung und Hilflosigkeit, was sich in kleinen Nuancen in Ridleys Gesicht widerspiegelt. Zum Beispiel, wenn Rey mit dem Grauen ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.

In früheren Star Wars-Filmen musste sich Carrie Fisher als Prinzessin Leia schon nicht hinter ihren männlichen Kollegen verstecken, sondern erledigte zum Beispiel ganz eigenhändig Fiesling Jabba the Hutt. Die Figur der Rey bleibt dieser Idee der starken Frauen treu und geht zugleich einen Schritt weiter: Sie ist nicht einfach eine der Helden auf der Seite der Rebellen, sondern die entscheidende Kraft.

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