Anhaltisches Theater Anhaltisches Theater: Die Frage nach Schuld und Trauer
Anhaltisches Theater Dessau zeigt den Monolog von Tom Lanoye „Gas-Plädoyer einer verurteilten Mutter“
Das Anhaltische Theater Dessau zeigt am Mittwoch, den 17. Oktober den Monolog von Tom Lanoye „Gas-Plädoyer einer verurteilten Mutter“ um 15 Uhr im Studio des Alten Theaters. Ein Giftgasanschlag in der U-Bahn, bei dem 184 Menschen, darunter 70 Kinder ums Leben kamen. Der Attentäter wurde von der Polizei erschossen. In diesem Monolog spricht die Mutter des Täters. Sie erzählt von seiner Geburt, Kindheit und Jugend, von den Talenten und Eigenheiten ihres toten Kindes. Sie versucht, die Beziehung zu ihrem Sohn, ihre Liebe zu ihm in Worte zu fassen. Sie will herausfinden, wie er ihr abhandengekommen ist, warum sie ihn an eine tödliche Ideologie verloren hat. Darf sie überhaupt trauern, sie, die nun mit der Verurteilung leben muss, dass andere Mütter durch sie ihre Kinder verloren haben? Ist sie eines seiner Opfer oder als Mutter des Täters mitverantwortlich für seine Taten? Hinter all diesen Fragen findet sie nur das Unerklärliche. Das Anhaltische Theater Dessau brachte den Monolog kurz nach seiner deutschen Erstaufführung auf die Bühne und konfrontiert das Publikum mit der Frage: „Könnte das auch mein Kind sein?“ Karten unter www.anhaltisches-theater.de.