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Brücke-Erbe Carl-Heinz Kliemann gestorben

20.04.2016, 10:53

Berlin (dpa) - Der Maler und Grafiker Carl-Heinz Kliemann ist tot. Er starb am 12. April im Alter von 91 Jahren in Berlin, wie das Stadtmuseum Berlin am Mittwoch mitteilte. Kliemann gilt als Erbe der expressionistischen Kunstbewegung Die Brücke.

Er war ein Schüler Karl Schmidt-Rottluffs, galt als Klassiker des Farbholzschnitts nach 1945, war aber auch Aquarellist und Radierer. 1950 bekam Kliemann den Berliner Kunstpreis, dem weitere Auszeichnungen folgten. 1982 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Von 1966 bis 1978 lehrte er in Karlsruhe Malerei und Grafik. Ab 1968 wirkte Kliemann an öffentlichen Bauten. So schuf er ein Wandkunstwerk (eine Sgraffitowand) im Berliner Reichstagsgebäude, das im Zuge des Umbaus für den Deutschen Bundestag vernichtet wurde.

Seine Arbeiten waren in Museen Europas und New York zu sehen. Seine Themen waren die Hinterhöfe Berlins, die Berge des italienischen Olevano, die griechischen Inseln und die Alleen des Veneto. Einige Jahre verbrachte Kliemann in Gräfelfing bei München, 2000 kehrte er in seine Berliner Heimat zurück.