Magdeburg l Der traditionell alle zwei Jahre Anfang März stattfindende Internationale Telemann-Wettbewerb wird aufgrund der Pandemie verschoben und findet nun vom 29. August bis 4. September 2021 statt. Wie Carsten Lange, Leiter des veranstaltenden Telemann-Zentrums, der Volksstimme sagte, wolle man damit jungen Musikern aus aller Welt den Zugang zum Wettbewerb ermöglichen. Aufgrund der neuerlichen Einschränkungen und der vielen Unwägbarkeiten sei ein Festhalten am März-Termin nicht möglich.

Die elfte Auflage des Wettbewerbs ist für historische Holzblasinstrumente (Blockflöte, Traversflöte, Barockoboe) ausgeschrieben. Der Anmeldeschluss wird bis zum 15. März verlängert. Zudem wird die Anzahl der Teilnehmer auf 40 begrenzt. Über die Zulassung zum Wettbewerb entscheiden Mitglieder der international besetzen Jury in einer Vorauswahljury auf der Basis von Videoaufnahmen, die bis zum Anmeldeschluss eingereicht werden müssen. Den Juryvorsitz hat Professor Barthold Kuij­ken aus Belgien.

Livespiel findet statt

Die Überlegung, den Wettbewerbs ins Internet zu verlegen, habe man verworfen, sagt Lange. Das Livespiel und der Austausch seien wichtiger Bestandteil des Wettbewerbs.

Der Wettbewerb wird auch im Spätsommer in drei öffentlichen Runden ausgetragen. Veranstaltungsort ist das Magdeburger Gesellschaftshaus, in dem auch das Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung seinen Sitz hat.

Insgesamt stehen Preisgelder in Höhe von 15.500 Euro zur Verfügung. Neben Hauptpreisen, u. a. dem Preis der Mitteldeutschen Barockmusik, können sich erfolgreiche Teilnehmer auf Konzertverpflichtungen bei den Magdeburger Telemann-Festtagen, dem Bachfest Leipzig, den Arolser Barock-Festspielen und den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci freuen.