13000 Besucher jährlich / Kindermuseum mit eigenen Angeboten Das Winckelmann-Museum in Stendal lockt mit vielen Sonderschauen
Stendal (dpa) l Im Stendaler Winckelmann-Museum jagt derzeit eine Sonderausstellung die nächste. Bis Mitte 2012 sei der Ausstellungskalender voll, so Museumsdirektorin Stephanie-Gerrit Bruer. Zeitweise seien sogar zwei Schauen gleichzeitig zu sehen. Das 1955 gegründetet Museum widmet sich dem Leben und Schaffen des Archäologen Johann Joachim Winckelmann (1717-1768). Jedes Jahr zählt das Archäologie-, Kunst und Literaturmuseum mehr als 13000 Besucher.
Bruer zufolge wird am 3. Dezember zur Jahreshauptversammlung der Winckelmann-Gesellschaft die Ausstellung "Die Artemis von Pompeji: Zur Entdeckung der Farbigkeit griechischer Skulpturen" eröffnet. Einen Tag später startet die Schau "Wer Lebenslust fühlet". Bis 16. Februar 2012 stehe hier die Arbeit des dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen (1770-1844) im Mittelpunkt.
Vom 26. Februar bis 27. Mai 2012 werden im Museum Antworten auf die Frage "Was ist schön?" gesucht. "Es ist eine Art Zeitreise durch die Kulturen und Zeiten", sagte Bruer. Konzipiert wurde die Schau in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Erlebnismuseum, das sich im selben Haus befindet. Es wurde 2006 gegründet und ist ein eigenständiges Museum im Museum. Zwei Drittel der gesamten Besucherzahl entfallen auf das Kindermuseum.
Neben den Sonderausstellungen widmet sich das Haus der umfangreichen Sammlung seines Namensgebers Winckelmann. Die Exponate seien von der 1940 gegründeten Winckelmann-Gesellschaft über Jahrzehnte zusammengetragen worden. Bekannt wurde es 2003 durch den Aufbau eines Holzpferdes. Der Nachbau des Trojanischen Pferdes ist 15 Meter hoch, begehbar und wiegt 45 Tonnen.