Bernhard-Wicki-Filmpreis verliehen Ehrung für Susanne Bier und Maximilian Schell
München (dpa). Der Schauspieler und Regisseur Maximilian Schell ist mit dem Ehrenpreis des Bernhard-Wicki- Filmpreises ausgezeichnet worden. Der 80-Jährige nahm den undotierten Friedenspreis am Donnerstagabend auf dem Filmfest in München entgegen. Der mit 10000 Euro dotierte Hauptpreis des "Bernhard-Wicki-Filmpreises - Die Brücke" ging an die dänische Regisseurin und Oscarpreisträgerin Susanne Bier für ihren Film "In einer besseren Welt".
"Ich habe nicht so ganz verstanden, warum ich den Preis kriege, ich habe einfach gelebt", sagte Schell nach der Laudatio des Journalisten Gero von Boehm. "Hier in Deutschland zu leben, ist heute ein Privileg." Seit dem Grauen des Zweiten Weltkrieges habe jede Regierung in den deutschsprachigen Ländern den Menschen die Kraft gegeben, sich wirklich dem Frieden zu widmen. "Aus den kriegerischen Germanen wurde ein friedliebendes Volk", scherzte Schell, der anschließend mit seiner Lebensgefährtin, der Sopranistin Iva Mihanovic, im voll besetzten Münchner Cuvilliés-Theater ein bosnisches Liebeslied vortrug.
Die Trägerin des Hauptpreises, Susanne Bier, hatte eine Rede auf Deutsch vorbereitet. Auch wenn sie in diesem Jahr schon einen Oscar erhalten habe, sei dieser Abend für sie außergewöhnlich. "Ein Preis, der den Film mit dem Thema Frieden verbindet, ist von ganz besonderer Bedeutung", sagte Bier, deren Vater während der Nazi-Zeit von Berlin nach Dänemark gelangt war. Der Streifen "In einer besseren Welt" schildert die zerstörerische Freundschaft zweier Jungen, die auf einen lebensgefährlichen Höhepunkt zusteuert. Das Drama erzähle intensiv und zeitlos von Liebe, Rache, Gerechtigkeit und der Zerbrechlichkeit zwischenmenschlicher Beziehungen, begründeten die Juroren.