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Frederick Lau: Wir provozieren zu wenig

27.09.2015, 13:53

München (dpa) - Der Schauspieler Frederick Lau (Victoria) wünscht sich mehr Mut zur Provokation. Heutzutage ist alles so weichgespült, alle müssen allen gefallen. Ich verstehe nicht, warum man sich gegenseitig nicht mehr scheiße finden darf, sagte der 26-Jährige dem Focus.

Sogar in der Filmbranche muss man sich benehmen. Wenn selbst Künstler sich anpassten, dann wird ja die Welt ganz grau. Wir provozieren zu wenig. Ein Typ wie Regisseur Rainer Werner Fassbinder habe die Leute aufgerüttelt mit seinen wilden Thesen.

Das Engagement vieler Schauspielkollegen für Flüchtlinge begrüßt der Berliner: Ich finde es stark, was Til (Schweiger) für die Flüchtlinge tut. Er, Matthias Schweighöfer und Elyas M'Barek haben im Moment eine echte Macht. Das sollte man seiner Ansicht nach für gute Sachen anwenden, auch für besondere Filmprojekte, so Lau.

Für seine Rolle in dem mehrfach ausgezeichneten Echtzeit-Thriller Victoria hatte der 26-Jährige beim Deutschen Filmpreis die Goldene Lola als bester männlicher Hauptdarsteller bekommen.