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Das Projekt für eine Kunsthalle in Potsdams Stadtmitte ist geplatzt / Software-Milliardär will im Norden der Stadt bauen Günther Jauch: "Trauerspiel und verheerende Außenwirkung"

06.07.2012, 03:22

Potsdam (dpa) l Software-Milliardär Hasso Plattner hat sich endgültig von seinen Plänen verabschiedet, eine Kunsthalle in Potsdams Stadtmitte an der Stelle eines Hotelgebäudes zu errichten. Darüber hat der Mäzen in einem offenen Brief Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) informiert.

Es ging lange hin und her: Zuerst war da der Plan des Milliardärs, Potsdam in dessen Mitte eine Kunsthalle zu schenken. Proteste dagegen führten zu einer ersten Absage. Befürworter ließen Hasso Plattner zunächst umschwenken. Nun doch das Aus des Projekts in Potsdam-Mitte.

Günther Jauch bedauert das zutiefst. "Eine solche Chance bekommt Potsdam nie wieder", teilte der Wahl-Potsdamer gestern der Nachrichtenagentur dpa mit. "Dieses Trauerspiel samt der verheerenden Außenwirkung wird die Stadt noch lange verfolgen", so der Moderator. "Ein städtebaulicher Schandfleck wäre verschwunden. Eine moderne Kunsthalle wäre erstanden. Eine großartige Sammlung hätte ihren würdigen Platz in der Mitte Potsdams gefunden. Und das alles geschenkt."

Jauch, selbst großer Förderer Potsdams - äußerte jedoch Verständnis für Plattner. Zugleich befürchtet der Talkmaster weitreichende Folgen für die Landeshauptstadt: "Wer möchte da für Potsdam noch ebenso mutig wie großzügig mäzenatisch tätig sein?", fragte er. Hasso Plattner hatte nach wiederholten Protesten gegen seine Pläne entschieden, die Kunsthalle im Norden der Stadt auf eigenem Gelände zu errichten.