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Gremium spricht sich auf seiner Abschlusstagung für Inflationsausgleich und Schaffung von Kulturregionen aus Konvent empfiehlt Erhöhung des Kulturetats

26.01.2013, 01:21

Wittenberg (dpa) l Der Kulturkonvent Sachsen-Anhalt empfiehlt dem Land, den Kulturetat um 15 Millionen auf 100 Millionen Euro zu erhöhen. Darauf habe sich das Gremium bei seiner Abschlussabstimmung in Wittenberg geeinigt, sagte gestern der Moderator des Konvents, Olaf Zimmermann. Aktuell liegt der Kulturetat bei rund 85 Millionen Euro. Zudem solle es einen Inflationsausgleich geben.

Der Konvent hatte mit seinen Beratungen im Herbst 2011 begonnen. Dem Gremium gehören 36 Vertreter aus Kultur, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und von Kirchen an. Der Landtag hatte ihre Expertise gesucht vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Kassen und deutlich rückläufiger Bevölkerungszahlen.

Um die Kosten von Kulturstätten auf mehr Schultern zu verteilen, rät der Kulturkonvent dem Land zur Schaffung sogenannter Kulturregionen. Das Land solle die gesetzlichen und tatsächlichen Voraussetzungen schaffen, damit sich Umlandregionen an dem Angebot der großen Städte beteiligen. Mit dem Ziel eines solchen solidarischen Systems solle das Land noch mit Kommunen und Landkreisen sprechen, sagte Zimmermann,

Der Konvent habe sich zudem dafür ausgesprochen, dass sich der Bund künftig zu 50 Prozent an der Gesamtfinanzierung der UNESCO-Welterbestätten beteiligt, sagte Zimmermann weiter. Entsprechende Verhandlungen solle Sachsen-Anhalt mit dem Bund aufnehmen.