Von Renate Bojanowski

Magdeburg. Wie beliebt Peter Tschaikowskys Ballett "Der Nussknacker" ist, zeigte der Besucherstrom, der sich am vergangenen Wochenende gleich dreimal in Richtung Magdeburger AMO bewegte. Dorthin luden die Klassen der Theaterballettschule Magdeburg unter der Leitung von Irene Schneider im wahrsten Sinne zur diesjährigen vorweihnachtlichen Tanz-Gala ein.

Mehr als 140 Theaterballettschüler gestalteten die Aufführung mit, deren Choreografie alle Zeit frisch und elegant daherkam. Getanzt wurde die Geschichte auf eine Weise, dass der kleine wie auch der große Zuschauer der Handlung des Balletts problemlos folgen konnte. Spaß und sichtbare Freude strahlten von der Bühne und machten es dem Publikum leicht, sich der Traumwelt von Marie hinzugeben. Sie wurde von Lea Theresa Lorenz, die "Luise" von Jolina Schmidt und der "Fritz" von Jasmin Jaeckel dargestellt.

Junge Nachwuchstänzer besetzten die Solisten-Parts und präsentierten sich durchweg in Hoch- und Bestform. Professionalität bewiesen so Dmitrij Chliachtenkov als Nussknacker, Julien Schrader als Mäusekönig, Tamirys Candido als Schneekönigin und Zuckerfee sowie Dmitrij Poljakov als Prinz. Die wohldurchdachte Choreografie holte jedoch alle Tänzer ins Rampenlicht und ließ selbst die kleinsten Partien zur Augenweide geraten.

Da behaupteten sich die Mini-Eleven als Zinnsoldaten gegen eine übergroß wirkende Teeny-Mäusearmee oder kamen als süße Blümlein und Polcinellis im Land der Süßigkeiten daher. Das Publikum hatte neben all diesen "Kleinigkeiten" auch hinreißend echte Porzellanpuppen zu bestaunen.

Abgerundet wurde das vorweihnachtliche Tanzevent durch die Erwachsenen-Darsteller Irene Schneider/Frank Richter als Eltern und Dmitir Peregudov als Pate Drosselmeier. Beide Akte setzten zauberhafte Kostüme in Szene und verzückten so die Theaterbesucher von morgen ebenso wie die heutigen. Lange applaudiert wurde für eine gelungene vorweihnachtliche Veranstaltung, die für viele Magdeburger bereits zur Tradition geworden ist.