New York (dpa) l James Rizzis quietschbunte Farben fand man fast überall: Textilien, Briefmarken, Autos - sogar ein Flugzeug hat er bemalt. Der New Yorker brachte es vom armen Straßenkünstler zum weltweit gefeierten Star der Pop-Art. Nun ist er völlig überraschend in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag mit 61 in seinem New Yorker Studio gestorben.

Rizzis Kunst war nahezu überall zu finden. Fast schien es, als wäre kaum ein Gegenstand übrig, den der New Yorker noch nicht mit seinen Motiven versehen hatte - auch ein Boxmantel für Henry Maske fand sich in seinem Werk. Dazu kommen unzählige Grafiken. "Ich glaube, dass die Leute die Fröhlichkeit in meinen Bildern mögen. Meine Arbeit bringt die Menschen zum Lachen", sagte Rizzi der Nachrichtenagentur dpa.

Eines seiner liebsten Länder, in das er viele Arbeiten verkaufte: Deutschland. Voller Leben waren Rizzis Arbeiten. Stets wiederkehrendes Motiv war seine Heimatstadt New York.

Er war ein Mann, der viel lächelte und Starallüren nicht mochte, obwohl seine Werke für Millionen verkauft wurden. Er wurde dutzendfach kopiert, am meisten von den Straßenkünstlern vor dem Metropolitan Museum am Central Park. Eigentlich hatte Rizzi kürzertreten wollen. "Aber die Nachfrage ist zu groß - ich weiß, ein Luxusproblem, das viele Künstler gerne hätten", sagte er im Jahr 2010.