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Dauerausstellung zur Moderne grundlegend verändert / Nachfolger für scheidenden Direktor gesucht Kunstmuseum des Landes mit neuem Konzept

16.11.2013, 01:05

Halle (dpa) l Das Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt hat seine Dauerausstellung zur Moderne grundlegend umgestaltet - und der Direktor räumt seinen Posten. Im Westflügel des Jahrhunderte alten Gemäuers der Moritzburg könnten Besucher vom heutigen Sonnabend an Werke aus der Sammlung Hermann Gerlinger sowie den eigenen Beständen auf einer weitgehend offenen Fläche vereint betrachten, sagte Direktor Michael Freitag in Halle. Er kündigte an, den Posten als Direktor zum Ende des Jahres zu verlassen. Ein Nachfolger sei noch nicht gefunden.

Das neue Konzept erlaube weite Blicke. Gleichzeitig werde mit Hilfe heller Trennwände zwischen den mehr als 50 Gemälden und knapp 20 Plastiken der Fokus besser auf das einzelne Werk gelegt.

Von "Brücke"-Künstlern wie Emil Nolde bis zu Malern wie Paul Klee - die Schau vereine Arbeiten aus Expressionismus, Neuer Sachlichkeit, Konstruktivismus und auch Passagen, die sich nicht stilistisch einordnen ließen, sagte Freitag. Das neue Raumkonzept sei seit Frühjahr geplant gewesen. Parallel dazu wurde eine Lösung für die unbefriedigende Depotsituation gefunden. 444 Kisten mit wertvollen Arbeiten zogen von den maroden Räumen der Neuen Residenz in direkte Nachbarschaft zur umgestalteten Schau um. In den kommenden ein bis zwei Jahren soll das Lager für etwa 400000 Euro zu einem Schaudepot umgebaut werden.

Das Kunstmuseum Moritzburg gilt als ein Zentrum der Klassischen Moderne. Im Mittelpunkt der Dauerausstellung stehen Werke des Expressionismus wie der Künstlergruppe "Brücke".